B e s t a n d t e i l e   d e r   N a h r u n g
 

Der Körper benötigt bestimmte Stoffe, um zu wachsen und alle wichtigen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Bei längerfristiger Über- oder Unterversorgung kann es unter Umständen zu folgenschweren Schäden kommen.

Eiweiß
Eiweiße sind Nährstoffe, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Es gibt 20 verschiedene Aminosäuren, davon sind 10 essentielle (d. h. sie müssen zugeführt werden, und zwar im richtigen Verhältnis und Menge). Es ist eine ständige Zufuhr nötig

Die Aufgaben des Eiweißes im Körper sind:

verdauliches Rohprotein:
darunter versteht man die Menge an Eiweiß, die im Zuge des Verdauungsvorganges tatsächlich aufgeschlossen und verwertet werden kann.

Eiweißunterversorgung:
Abbau der Muskelmassen, Fellprobleme, Schwächung des Immunsystems, Störungen im Wachstum, Leberfunktionsstörungen, Nachlassen der physischen und psychischen Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeitsstörungen
entsteht meist bei übermäßigen Verzehr von Trockenkauartikel (Schweineohren, Ochsenziemer, etc.)

Eiweißüberversorgung:
Überbelastung der Nieren, Wachstumsstörungen beim Junghund, Hautprobleme

Rohprotein sagt nichts über die Verwertbarkeit (Bioverfügbarkeit) der Eiweißquelle aus.
Hier ein Beispiel:
Ein Wissenschaftler gab 2 Dosen einem Labor zwecks Untersuchung - die eine hatte er selbst zusammengestellt. Es stellte sich heraus, daß bei beiden die gelistete Rohproteinmenge 10 %, Fettgehalt 6,5 %, Fasern 2,4 % und Feutigkeit 68 % beträgt - typische Mengen für Naßfutter. Beide "Dosen" sehen also auf den ersten Blick gleich aus. Liest man jedoch die Liste der Inhaltsstoffe, stellt man folgendes fest: die erste Dose beinhaltet Rindfleisch, Leber, Herz, Eier, Hühnerfett und Sonnenblumenöl, Mais sowie Hafer. Die andere beinhaltet 4 Paare alter Lederschuhe, ca. 4 Liter Motoröl, gemahlene Kohle sowie 30 Liter Wasser ...


Fett
Fett ist der wichtigste Energieträger, Fett liefert doppelt so viel Energie, wie Proteine und Kohlehydrate. Depotfette liegen in Form von gesättigten Fettsäuren vor, ungesättigte Fettsäuren liefern lebensnotwendige Nährstoffe für den Zellstoffwechsel. Es ist keine ständige Zufuhr notwendig, da überschüssiges Fett gespeichert wird.

Die Aufgaben von Fett sind:

Fettunterversorgung:
Energiemangel, mangelnde Aufnahme der fettlöslichen Vitamine, Stoffwechselstörungen, Fortpflanzungsstörungen, Wachstumsstörungen, Ekzeme, Juckreiz, Schuppen, Haarausfall, Störung der Wärmeregulierung, mangelnder Schutz gegen äußere Einflüsse

Fettüberversorgung:
Übergewicht, dadurch eine Überbelastung des Bewegungsapparates und verminderte Leistungsfähigkeit, Hautinfektionen, Risiko für Herz- und Organerkrankungen ist erhöht
Ein hoher Bestandteil von minderwertigem Fett/Öl belastet die Leber und kann zu Organverfettung führen.

Wertvolle Fett- und Ölquellen:
Geflügelfett, Lammfett, Lachsöl, pflanzliche Öle (Omega-3-Fettsäuren in Hanf-, Lein- und Rapsöl)

Der Hund benötigt sowohl Omega-3-Fettsäuren, als auch Omega-6-Fettsäuren. Sein Bedarf an Omega-6-Fettsäuren wird durch die Fleischfütterung gedeckt, jedoch müssen aufgrund der heutigen Masttierfütterung Omega-3-Fettsäuren zugefüttert werden.


Kohlehydrate
Nährstoff, Energielieferant für sofort verfügbare Energie (Kurzzeitenergie), sie stehen an zweiter Stelle hinter den Fetten als Energieversorger. Die benötigte Menge an Kohlehydraten sind in ausreichender Menge in Obst und Gemüse bzw. als Glykogen im Fleisch enthalten.
Die Zufütterung von Getreide ist nicht unbedingt notwendig und manchmal nicht sinnvoll.

Kohlehydratüberversorgung:
werden in Form von Glykogen in der Leber gespeichert, bei ständigem Überangebot werden sie in Fett umgewandelt und als Depotfett gespeichert (Übergewicht)

nicht verfüttern bei:
Epilepsie, Futtermittelallergien, entzündliche Gelenkserkrankungen, Krebs, Tumore, Herz-Kreislauferkrankungen, Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Verdauungsprobleme


Vitamine
lebensnotwendige Bestandteile, für Stoffwechselprozesse unentbehrlich

fettlösliche Vitamine:
Vitamin A: Hautzellerneuerung, Herstellung des Sehfarbstoffes
Vitamin D: Knochenaufbau
Vitamin E: Zellalterungsschutz, fördert Stoffwechselvorgänge, Antioxidans
Vitamin K: Blutgerinnung

wasserlösliche Vitamine:
Vitamin B- Komplex: Zellwachstum, Energiestoffwechsel
Vitamin C: Kollagenbildung, Radikalfänger, Eisenstoffwechsel


Mineralstoffe
Mineralstoffe sind die anorganischen Bestandteile der Nahrung. Sie werden nicht selbst gebildet und müssen daher zugeführt werden. Sie dienen zum Aufbau von Körpersubstanzen (Knochen), aktivieren Enzyme und regeln den Wasserhaushalt

Mengenelemente:
Calcium und Phosphor, Magnesium, Kalium, Natrium und Chlor

Spurenelemente:
Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Cobalt, Jod, Selen


Wasser
Wasser ist für unseren Hund absolut lebenswichtig!
Bei unserem Hund sind 70% des Körpergewichts Wasser, 15% Verlust davon können schon zum Tode führen.

Der Wasserbedarf steigt bei:
körperlicher Aktivität, Hitze, laktierenden Hündinnen, Krankheit, Fütterung von Trockenfutter

Wasser hat folgende Funktionen im Körper: